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eFood und Künstliche Intelligenz: 7 Tipps für bis zu 30% mehr Umsatz im Online-Supermarkt

Mode oder Bücher online kaufen – das ist für die meisten Kunden mittlerweile Standard. Bei Lebensmitteln hingegen war Online-Shopping bislang verhaltener. Doch Prognosen zufolge ist in den nächsten Jahren ein starker Zuwachs in diesem Bereich zu verzeichnen: Bis 2020 soll der Online-Anteil des deutschen Lebensmittelhandels auf rund 5 Prozent ansteigen, was einem Umsatzvolumen von 6 bis 8 Milliarden Euro entspricht.

Die größten Vorteile für Kunden sind die Unabhängigkeit von Öffnungszeiten, die Lieferung nach Hause und eine enorme Zeitersparnis. Laut einer aktuellen Studie von Bitkom hat inzwischen jeder vierte Online-Shopper auch schon einmal Lebensmittel online eingekauft.

Ein Online-Supermarkt muss sich jedoch in vielen Punkten von Online-Shops anderer Branchen unterscheiden – insbesondere Schnelligkeit und Einfachheit sind im Lebensmittel-eCommerce noch entscheidender. Denn Kunden wissen meist schon im Voraus, welche Produkte sie von welcher Marke in welcher Menge kaufen werden: Sie möchten einfach „ihre“ Butter und „ihre“ Nudeln in den Warenkorb legen – zusammen mit anderen Artikeln, die sie in regelmäßigen Abständen brauchen. Und das so schnell wie möglich.

In Sachen Nutzerführung und Produktsuche bringt eFood daher ganz besondere Anforderungen mit sich. In diesem Beitrag haben wir Ihnen die wichtigsten Tipps und Tricks für mehr Umsatz im eFood-Shop zusammengestellt.

1. Predictive Basket: KI erledigt Lebensmittelkauf beinahe automatisch

Lebensmittel einzukaufen ist notwendig, macht aber keinen Spaß. So gesehen stellt der Predictive Basket eine enorme Hilfe für Online-Shopper dar. Es handelt sich um eine neue KI-Technologie von FACT-Finder, die voraussagt, was der Kunde in seiner aktuellen Session kaufen will. Die KI berechnet die Vorschläge auf Basis des Verhaltens des einzelnen Kunden und aufgrund des Verhaltens aller anderen Kunden. So lernt sie den Kauf-Rhythmus des Kunden kennen und passt sich immer besser darauf an. Beim österreichischen Lebensmittel-Großhändler Kastner kommt der Predictive Basket bereits heute erfolgreich zum Einsatz und sagt mehr als 80% eines kompletten Einkaufs voraus. Das Tool erinnert auch an möglicherweise vergessene Einkäufe, die ein Kunde eigentlich wieder auf der Einkaufsliste haben sollte. Der Kunde fühlt sich durch die personalisierten Vorschläge vom Online-Shop verstanden und individuell behandelt – eine völlig neue Stufe der Kundenähe.

Mehr kaufen, weniger vergessen. Der Predictive Basket sagt dem Kunden voraus, was er heute vermutlich braucht und macht den Einkauf um bis zu zwei Drittel schneller.

2. Suchergebnisse personalisieren – weil Geschmäcker verschieden sind

Im Bereich Lebensmittel haben Kunden ganz individuelle Präferenzen. Marke, Qualität und Preis sind nur einige der Produkteigenschaften, die sie bei ihrem Einkauf berücksichtigen können. Je besser ein Angebot dem Geschmack des Kunden entspricht, desto wahrscheinlicher wird es gekauft. Ziel sollte es daher sein, jedem Kunden ein individuelles Einkaufserlebnis zu bieten – abhängig von seinen Präferenzen.

Im eCommerce lassen sich Personalisierungs-Konzepte auf Basis von Tracking-Daten wirkungsvoll umsetzen. Am effektivsten ist eine Lösung die das Ranking von Suchergebnissen personalisiert. Bei einem Kunden, der zum Beispiel häufig Bio-Produkte anklickt und in seinen Warenkorb legt, werden zukünftig Bioprodukte höher gerankt als herkömmliche. Gleiches gilt z.B. bei glutenfreien oder veganen Produkten oder bei Markenpräferenzen. Individuelles Ranking verbessert das Einkaufserlebnis und erhöht in der Folge Kaufwahrscheinlichkeit und Kundenbindung.

Ihr Kunde hat bereits Bio-Kartoffeln in den Warenkorb gelegt. Zeigen Sie ihm daher auch beim nächsten Einkauf zuerst die Bio-Produkte.

3. Vorschlagsmenü als Verkaufsbereich nutzen

Beim Food-Shopping hat es so mancher Kunde eilig, insbesondere Nutzer von Mobilgeräten. Auf dem schnellsten Weg sollten die gewünschten Produkte in den Warenkorb gelegt werden können. Anstatt allein vervollständigte Suchbegriffe ausspielen zu lassen, können Sie Ihr Vorschlagsmenü zum Verkaufsbereich erweitern. Und zwar, indem Sie Produktbilder mitsamt Warenkorbfunktion integrieren. So können Produkte bereits nach Eingabe weniger Buchstaben ausgewählt und bestellt werden.

Das geht schnell: Noch während der Kunde „Tomaten“ ins Suchfeld eingibt, werden bereits Produkte vorgeschlagen die sofort mit einem Klick in den Warenkorb gelegt werden können.

4. Antonyme nutzen, um die Relevanz der Suchergebnisse zu steigern

Sie erleichtern den Kaufprozess erheblich, wenn Sie zu viele Suchtreffer und irrelevante Produkte aus der Ergebnisliste ausschließen. Die einfachste Methode dafür ist, sogenannte Antonyme für die Suche festzulegen. Das sind Begriffe, die eine völlig andere Bedeutung haben als ein bestimmter Suchbegriff. Ein Anwendungsfall sind die Antonyme „Haarwasser“ oder „Wassermelone“ für den Suchbegriff „Wasser“: So ist sichergestellt, dass weder Haarwasser noch Wassermelonen in den Ergebnissen für „Wasser“ erscheinen.

Wasser ist nicht gleich Wasser. Ein Kunde der Wasser sucht, möchte sicher weder Haarwasser noch Wassermelone noch Alsterwasser finden.

5. Guided Selling unterstützt Kunden bei der Auswahl

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Im eCommerce fehlt häufig die Kundenberatung, die den stationären Handel so besonders macht. Durch Guided Selling Funktionen über das Suchsystem lässt sich die interaktive Beratung aber auch online abbilden. Nach Eingabe bestimmter Begriffe in das Suchfeld erscheinen produktspezifische Fragen die den Kunden zum richtigen Produkt führen. Beispielsweise kann ein Frage-Antwort-Prozess bei der Suchanfrage „Wein“ herausfinden, welche Sorte und welche Geschmacksrichtung der Kunde wünscht. Nach jeder Antwort wird die Produktliste entsprechend gefiltert. Durch Simulierung einer echten Beratungssituation lässt sich eine große Produktauswahl schnell nach individuellen Anforderungen einschränken – mit dem Effekt: Der Kunde hat das sichere Gefühl, genau das Richtige zu kaufen, was die Conversion Rate erhöhen kann.

Rot oder weiß? Mit kleinen Fragen helfen Sie Ihren Kunden schneller zum richtigen Produkt zu kommen.

6. Recommendation Engine – empfehlen Sie Ihrem Kunden passende Zusatzprodukte

Spaghetti und Tomatensoße, Mehl und Eier, Brot und Aufschnitt – nutzen Sie solche Kombinationen um Ihren Kunden passende Zusatzprodukte zu empfehlen. Dabei hilft eine Recommendation Engine, ein Tool das untersucht, welche Produkte häufig zusammengekauft werden. Darauf basierend werden dem Kunden sinnvoll ergänzende Produkte empfohlen. Wichtig ist, dass diese Empfehlungen individuell sind. Sie sind an den Warenkorb angepasst und bieten z.B. passend zu Tomaten und Mozzarella, noch Basilikum an. Wie bei den Suchergebnissen, sollten auch Ihre Empfehlungen personalisierbar sein. Denn je nach Kunde kann es einen großen Unterschied ausmachen, ob das Premium-Waschmittel oder die Eigenmarke bzw. das Vollkornbrot oder das Standard-Mischbrot angeboten wird. Passende Empfehlungen erhöhen den durchschnittlichen Bestellwert.

Wer Eier sucht, könnte auch Brot, Schinken oder Käse gebrauchen.

7. Standortbasierte Suche – das Must-have für Omnichannel-Strategien

Ein Berliner, der im eFood-Shop nach „Pils“ sucht, hat meist einen anderen Kaufwunsch als ein Stuttgarter, der dasselbe sucht. Berücksichtigen Sie lokale Unterschiede und bieten Sie Ihrem Kunden die dazu passenden Produkte ein – Ein Berliner wird wohl eher ein Berliner Kindl als ein Rothaus Pils in seinen Warenkorb legen.

Vor allem beim Click-and-Collect-Konzept (online bestellen, im Markt vor Ort abholen) ist eine standortbasierte Suche extrem wichtig. Die Suche muss den Standort des Kunden erkennen und sich an das jeweilige Sortimente sowie lokale Produkte und Preisunterschiede anpassen. So kann der Online-Shop zum Umsatztreiber für den Stationärhändler werden.

Bei der Suche nach „Bier“ wird dem Kunden in Berlin das Berliner Kindl vorgeschlagen, dem Kunden in Stuttgart hingegen das Rothaus Pils.

Fazit: Schöpfen Sie Ihr volles Potential aus!

Die vorgestellten Tools und Tipps helfen allesamt dabei, den Umsatz und die Kundenbindung zu erhöhen. Eine Besonderheit des stationären Handels kann natürlich selbst der beste eFood-Shop nicht abdecken: die Haptik. Denn noch gibt es kein sensorisches Internet. Dies können Sie aber – zumindest ein Stück weit – wettmachen: Indem Sie relevanten Content bieten, zum Beispiel in Form von Rezeptvorschlägen, detaillierten Produktangaben oder Informationen zum Herstellungsprozess. Solche Informationen sind für den Kunden nützlich und helfen beim Entscheidungsprozess. Stellen Sie sicher, dass diese wertvollen und aufwendigen Inhalte nicht nur über die Navigation sondern auch über die Suche zu finden sind.
Achten Sie zudem darauf, dass Ihre Produktdaten möglichst vollständig sind und regelmäßig gepflegt werden. Denn je besser Ihre Produktdaten, desto besser arbeiten Schlüsselfunktionen wie Suche, Filternavigation und Personalisierung und desto besser Ihre Verkaufszahlen.

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Über den Autor

Artur Wagner (Jahrgang 1988) ist Senior Consultant bei FACT-Finder. Zuvor war er Head of eCommerce bei einem Unternehmen mit mehreren Online-Shops. Dank seiner 10-jährigen Praxis-Erfahrung kennt Artur Wagner die Anforderungen an die Suche, Navigation und Produktdaten aus dem täglichen Shop-Betrieb. Dieses Wissen setzt er bei den Optimierungen der FACT-Finder-Installationen ein. Als Consultant und Coach berät und schult er europaweit Unternehmen wie Distrelec, Ulla Popken und Deichmann.

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