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Die Wiederbelebung von QR-Codes im Einzelhandel

Lesezeit: 5 Minuten

Warum locken die Läden nicht vom Filial-Schaufenster in ihre Online-Shops?

Geschlossene Geschäfte in der Innenstadt könnten die Gelegenheit sein, ein verlorenes Relikt wiederzubeleben. Auch wenn nicht viele Menschen in der Stadt unterwegs sind (bei uns ist die Stadt voller als uns lieb ist), bieten QR-Codes dieses Mal wirklich einen Nutzen. Die Zeit ist reif.

Schaufenster sind eine offene Einladung, Passanten zu Ihrem Online-Shop zu führen – und sei es nur eine Handvoll.

Alle Smartphones verfügen über Kameras, die mit einem QR-Code-Scanner ausgestattet sind. Und im Gegensatz zu früher ist es extrem leicht, diese Codes zu scannen: einfach Kamera drauf halten – fertig.

Vielleicht ist die Wahrscheinlichkeit, dass Passanten die QR-Codes benutzen, gering – vielleicht aber auch nicht. Diejenigen, die sie benutzen, werden Ihren Call to Action sicherlich zu schätzen wissen. Diejenigen, die die QR-Codes nicht verwenden, werden vielleicht neugierig, was einen Verkauf zumindest wahrscheinlicher macht. Benutzen Sie einfach unseren QR-Code Generator und die Word-Datei im Anhang. Wenn Ihre Mitarbeiter jetzt noch auf einen Drucker zugreifen können, haben Sie alles, was sie brauchen, um Kunden vor Ihrem Schaufenster in Ihre digitalen Kanäle zu bringen.

Wir glauben: Einen Versuch ist es wert! Deshalb haben wir für Sie eine detaillierte Anleitung zum Download erstellt. Darin erfahren Sie, wie Sie Ihre eigenen QR-Codes erstellen, optimieren, automatisieren und richtig in Ihren Ladengeschäften platzieren.

Die Kurzfassung der Anleitung finden Sie im Folgenden.

1. Schritt: QR-Code erstellen

2. Schritt: Vorlage herunterladen, QR-Code einfügen, ausdrucken und aufhängen

3. Schritt: Vorlage für Ihren Info-Aushang herunterladen, anpassen und gut sichtbar aufhängen

(Bitte beachten Sie die gelbmarkierten Platzhalter.)

Warum sich der QR-Code bisher nicht durchgesetzt hat

Im Gegensatz zu herkömmlichen Strichcodes, die eindimensional sind und nur bis zu 20 numerische Ziffern enthalten können, sind QR-Codes zweidimensional und haben die Kapazität, Tausende von alphanumerischen Zeichen als Information zu speichern.

Doch warum sind diese kleinen schwarz-weißen Quadrate aus der Mode gekommen? Zumindest in Europa und den USA werden sie als Überbleibsel der Vergangenheit betrachtet.

Das war jedoch nicht die Schuld der QR-Codes. Stattdessen kam es zu einer schlechten Umsetzung von Seiten der Unternehmen. Ein typisches Beispiel:

  • Die Usability lief etwa so ab: Man richtete die Handykamera auf den QR-Code. Da damals noch keine QR-Code Reader in Handy-Kameras integriert waren, lud man eine andere App herunter, öffnete diese App, richtete die Kamera erneut auf den QR-Code, scannte ihn und landete auf einer Unternehmenswebsite, die nicht einmal für Smartphones optimiert war.
  • Dann wurden sie von Marketing-Verantwortlichen als glänzendes, neues Spielzeug missbraucht, um Marketingkampagnen zu optimieren, die dem Kunden keinen Mehrwert boten. Kelloggs zum Beispiel wollte, dass die Verbraucher den Code auf ihren Müslipackungen stündlich einscannen, nur um die Frühstückszeit in anderen Teilen der Welt zu sehen.
  • Es gab keinen wirklichen Mehrwert. Ja, sie waren zugänglich, wenn auch oft schlecht platziert, aber es gab keine Motivation, den QR-Code einzuscannen. Unternehmen wollten, dass Konsumenten die Codes einscannen, nur um des Scannens willen. Echter, kundenrelevanter Mehrwert wie Coupons, das Bezahlen, Freischalten von Fahrrädern und das Öffnen von Menüs sind der Grund, warum QR-Codes heute in Asien nicht nur allgemein akzeptiert, sondern auch sehr beliebt sind.

Auch bekannte Marken scheiterten am QR-Code – 4 Beispiele aus der Praxis:

  • Jemand, der die Rückseite einer Heinz-Flasche scannte, landete auf einer Seite voller Videos für Erwachsene. Oh je!
  • Gillette schaltete eine Anzeige, in der die Konsumenten aufgefordert wurden, einen Code zu scannen, um „Kate Uptons Gedanken zu lesen“. Erinnern Sie sich an kundenrelevanten Nutzen?
  • QR-Codes, die in der New Yorker U-Bahn quer über die Gleise verstreut waren, sodass es unmöglich war, sie zu scannen, ohne überfahren zu werden. Schlecht platziert und ein Motivationskiller.
  • Die Kraay Family Farm schnitt einen 28.707 m² großen QR-Code in ein Maisfeld, nur um ins Guinness Buch der Rekorde aufgenommen zu werden. Wurden QR-Codes mit dieser Aktion zu einem Witz?

Die positive Seite der QR-Codes

Wie sich herausgestellt hat, waren QR-Codes ihrer Zeit etwas voraus. In den letzten Jahren haben sich sowohl die zugrundeliegende Technologie als auch die Art und Weise, wie Menschen sie benutzen, weiterentwickelt und die QR-Codes eingeholt.

Diese winzigen schwarz-weißen Quadrate haben es in sich und sie können ein mächtiges Werkzeug sein, wenn sie mit einer innovativen Strategie und einer attraktiven User Experience eingesetzt werden.

Es ist an der Zeit, QR-Codes eine zweite Chance zu geben und hier sind 7 Gründe warum:

1. Sie sind schnell.

Es gibt einen Grund, warum das englische Wort für schnell, “quick”, im Namen „Quick Response Code“ steckt. Die Benutzer müssen nicht lange warten, um zusätzliche Informationen über Discounts, Sonderangebote und Produkte zu erhalten. Man braucht nur die Kamera auszurichten, den Code zu scannen, und voila! sofortiger Zugang zu Informationen in Echtzeit.

2. Sie sind benutzerfreundlich.

QR-Codes sind für den Benutzer bequemer, da das zeitaufwändige und umständliche Eingeben einer URL entfällt – ganz zu schweigen davon, dass die Fehleingabe einer URL vermieden wird.  

3. Sie sind informativ.

Es gibt nur eine beschränkte Anzahl an Informationen, die Sie in Ihren Print-Anzeigen und Produktverpackungen vermitteln können. QR-Codes bieten Unternehmen die Möglichkeit, unbegrenzte Informationen an Konsumenten zu vermitteln – der Traum eines jeden Marketing-Verantwortlichen.

4. Sie sind ansprechend.

Tutorials, Blogs, Video-Trailer – die Möglichkeiten, QR-Codes zu verwenden, sind endlos. Zusätzlicher und informativer Inhalt, der kostenlos und leicht zugänglich ist, ist ein weiterer Mehrwert für den Kunden, den er zu schätzen weiß.

5. Sie verbinden offline und online.

QR-Codes befördern die Konsumenten von einem Offline-Medium zu einem digitalen Erlebnis – nahtlos und sofort.

6. Sie sind messbar.

Bei Offline-Medien wie Plakatwänden oder Printmedien ist es oft nahezu unmöglich, die Effektivität der Werbemittel zu messen. Durch die Verwendung der QR-Codes können Sie die Umsatzerlöse auf der Grundlage von Leads und Klicks schätzen. Wer würde es nicht vorziehen, Entscheidungen auf der Grundlage von Daten zu treffen?

Sources:
https://www.blackboxdesign.com.au/the-benefits-of-qr-codes-in-marketing-communications/
https://www.wired.com/story/the-curious-comeback-of-the-dreaded-qr-code/

 

Über den Autor

Samantha Wettach ist eCommerce Consultant bei FACT-Finder. Während ihrer mehrjährigen Laufbahn als Account Managerin bei IBM betreute sie mehrere tausend Kunden aus dem Groß- und Einzelhandel. Durch ihre internationale Expertise verfügt sie über weitreichende Analytics- und Branchen-Insights, die Sie bei der Beratung namhafter eCommerce-Unternehmen einbringt – darunter Christ, Warehouse One und Office World.

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