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Wo steht der Mobile-Commerce in 2019? Aktuelle Marktzahlen und Potenziale

Von der Startseite bis zum Checkout: In dieser vierteiligen Blog-Serie beleuchten die eCommerce Consultants Vanessa Schmelzle und Sebastian Ertelt die mobile Customer Journey für Sie – und geben Ihnen praxiserprobte Tipps zur Steigerung Ihrer Conversion-Rate im Mobile-Shop. Doch warum steckt hier eigentlich so viel Potential? Genau das erfahren Sie im ersten Teil: Los geht’s mit Insights zum Status quo des M-Commerce und den erstaunlichsten Entwicklungen.

Warum ist die mobile Customer Journey so wichtig?

Immer mehr Menschen kaufen über das Smartphone ein, wodurch ein riesiges, dynamisch wachsendes Umsatzpotenzial entsteht: Innerhalb nur eines Jahres – von 2016 auf 2017 – hat sich der Mobile-Anteil am gesamten eCommerce-Markt verdoppelt. Zudem kaufen inzwischen 38% der Deutschen mindestens monatlich über ihr Smartphone ein, wenn man Einkäufe des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel ausnimmt (Total Retail 2017, PwC). Und sobald sich auch dieser Markt im eCommerce etabliert hat, werden die 38% wahrscheinlich nicht mehr monatlich, sondern täglich mobil shoppen. Nach wie vor ist also noch viel Luft nach oben.

 

Wie oft nutzen Sie die folgenden Methoden, um Waren (z.B. Kleidung, Bücher, Elektronik) zu kaufen? Bitte berücksichtigen Sie Lebensmittel bei dieser Frage nicht.

Die Zahl der Einkäufe über Smartphones steigt rasant. Umso wichtiger ist es für Online-Händler, dieses Einkaufsverhalten durch einen mobile-optimierten Shop zu unterstützen.

Noch deutlicher wird diese Entwicklung, wenn man sich bewusst macht, dass Smartphones auch bei der älteren Generation immer beliebter werden und dass die Anzahl der Digital Natives immer größer wird. Eine Kantar TNS-Studie besagt: Seit 2017 besitzen in der Zielgruppe der 14-69 Jährigen mittlerweile mehr Menschen ein Smartphone als einen gewöhnlichen PC. Dementsprechend ist das Smartphone längst fester Bestandteil jedes Steps der Customer Journey – sei es zur Recherche, zum Preisvergleich oder zum Kauf.

Mobil Thinking im eCommerce, Webinar mit Ruppert Bodmeier

Auch im B2B hat Mobile bereits riesigen Stellenwert

Viele B2B-Unternehmen sind noch nicht so weit mit der Digitalisierung vorangeschritten, nach wie vor wird noch viel über die herkömmlichen Wege verkauft. Großhändler, Marktplätze und Hersteller sollten dennoch unbedingt einen Mobile-Channel bieten, der wenigstens den Mindeststandard an Bedienerfreundlichkeit erfüllt, denn:

80% der B2B Entscheider nehmen an, dass die Relevanz von mobilen Endgeräten beim Kaufabschluss zunehmen wird (B2B-E-Commerce Konjunkturindex – ECC Köln) – eine Self-fulfilling Prophecy sozusagen. Dies bestätigt eine Studie von BCG und Google (netz98.de, 2017), die für 2017 einen Anteil von 50% der Suchanfragen über Smartphones ermittelt hat – im B2B! Für das Jahr 2020 rechnen die Autoren mit einem Anteil von ca. 70%.

Smartphones im B2B

Das Smartphone wird immer wichtiger im Kaufprozess von B2B-Entscheidern.

Trotz höherem Traffic: 4-mal weniger Mobile-Conversions!

Smartphones sind fast zu jeder Tages- und Nachtzeit das bevorzugte Device der Online-Shopper. Da sie besonders häufig bei der Kaufvorbereitung zum Einsatz kommen, ist es wenig verwunderlich, dass sich der Einfluss mobiler Devices auf Desktop-Umsätze innerhalb eines Jahres verdoppelt hat. Inzwischen werden Online-Shops 50% häufiger über Smartphones besucht – Mobile ist daher ein deutlich wichtigerer Touch-Point als Desktop. Allerdings wissen wir auch: Obwohl der Mobile-Traffic mit 54% wesentlich höher als der Desktop-Traffic (39%) ist, beträgt die Conversion-Rate mit 1,2% nur ein Viertel der Desktop-Conversion-Rate.

Mobile-Optimierung muss in den Fokus: Nur die wenigsten Online-Händler sind mit ihrer Conversion-Rate dort, wo sie sein könnten.

Warum hinkt die mobile Conversion-Rate hinterher?

Laut einer Studie von Qubit empfinden es 48% der Online-Shopper als frustrierend, über das Smartphone zu suchen und zu kaufen. Dies ist laut Total Retail 2017 (PWC) vor allem auf die zu kleinen Displays der Geräte und die oftmals komplexe Bedienbarkeit vieler Mobile-Shops zurückzuführen.

Häufig wird vermutet, der Grund für die geringere Conversion liegt insbesondere in einem komplizierten Checkout-Prozess. Und natürlich trifft das in vielen Fällen auch zu, denn an diesem Punkt brechen Besucher die Customer Journey 45% häufiger ab. Allerdings beginnen die Probleme bereits zu einem früheren Zeitpunkt: Es gibt Hinweise, dass sich in vielen Fällen schon die Produktsuche schwierig gestaltet. Denn etwa ein Drittel öfter wird mobil überhaupt kein Produkt in den Warenkorb gelegt.

Folglich ist die Auffindbarkeit der richtigen Produkte mit die zentrale Stellschraube. Ist diese nicht gegeben, hilft einem Shopbetreiber auch das u.U. große Sortiment nichts mehr. Im Gegenteil – ohne eine intuitive Suche sinkt mit jedem weiteren Produkt die Qualität des Einkaufserlebnisses der Besucher.

Die Dos and Don’ts der mobilen Customer Journey auf dem FACT-Finder Blog

Was die Besucher eines Online-Shops vor allem anderen schätzen, ist Einfachheit. Laut der erwähnten Studie von qubit wäre die Bereitschaft, mobil mehr einzukaufen größer, wenn:

  • das Surfen schneller und einfacher ist,
  • man einfacher genau das findet, wonach man sucht,
  • man einfacher Produkte entdecken kann, die einem gefallen
  • und die Bezahlung einfacher funktionieren würde.

Das Muster ist also klar erkennbar und für viele wahrscheinlich nicht überraschend. Doch wie können Sie diese Studien-Erkenntnisse konkret nutzen, um mehr Umsatz aus Ihrem Mobile-Shop herauszuholen? Darum geht es in den kommenden Teilen dieser Blogserie – darin erfahren Sie, wie Sie Ihre Nutzerführung möglichst einfach halten und was in welchem Step der Customer Journey zu beachten ist.

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Über den Autor

Sebastian Ertelt ist eCommerce Consultant bei FACT-Finder. Als vormaliger Research Consultant in der Marktforschung bringt er nicht nur umfassende Beratungsexpertise mit, sondern auch fundierte Kenntnisse in der Datenanalyse. Durch seinen konsequent wissenschaftlichen Ansatz und seine Liebe zum Detail findet er jede noch so versteckte Stellschraube zur Conversion-Maximierung. Davon profitieren Kunden wie Esprit, Poco und das Dänische Bettenlager. Auf dem DCD 2019 hielt er die Masterclass "Gestern war morgen schon mobile – Do's and Don'ts der mobilen Customer Journey".

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