Lösung #2:
Echte Personalisierung und smarte Testing-Strategie
Mit dem darauffolgenden Upgrade auf FactFinder Next Generation sicherte sich das eCommerce-Team nicht nur mehr Suchpräzision und Performance, sondern auch neue strategische Möglichkeiten. Zu den wichtigsten zählt Atlas AI, ein KI-Modell, das die Echtzeit-Interaktionen von Kunden erfasst, interpretiert und aus individuellen Präferenzen lernt. So schafft die KI für jeden Kunden eins-zu-eins personalisierte Erlebnisse – schon bei minimaler Menge an Lerndaten und ab der ersten Session: Hat sich z. B. eine Kundin vorrangig in der Kategorie „Sport“ umgesehen und sucht dann nach „Hose“, zeigt die KI vorrangig Sporthosen, statt einer bunten Mischung aus Jeans, Freizeit- und Business-Hosen – exakt so lange, wie der Kundenfokus auf Sportbekleidung liegt. Wechselt die Intention, passt sich die Sortierung dynamisch daran an.
Zum anderen spielt das erweiterte Analytics und A/B-Testing eine entscheidende Rolle, da Popken damit den Erfolg jeder Einstellung transparent macht. „Der Sprung zur Next Generation hat uns geholfen, unsere KPIs besser in den Blick zu bekommen – insbesondere die Entwicklung der Conversion-Rate pro Channel ist uns wichtig“, sagt Jason.
Die Conversion-Rate mit und ohne Atlas AI wurde mit dem A/B-Testing ausgiebig untersucht. Um länderspezifische Unterschiede zu berücksichtigen, wurde pro Markt analysiert, welcher Personalisierungsgrad die besten Ergebnisse bringt. Im intuitiven FactFinder Backend lassen sich neue Einstellungen entweder sofort global ausrollen oder gezielt auf einzelne Sub-Shops anpassen. Warum diese Flexibilität entscheidend ist, weiß Jason aus seiner Erfahrung in anderen Unternehmen: „Ein häufiger Fehler ist, die Gewinner-Variante eines Landes pauschal auf andere Märkte zu übertragen. Denn was in einem Land funktioniert, muss nicht automatisch überall funktionieren. Jede Kultur, jede Kundengruppe, jedes Land tickt anders.“
In manchen Ländern wie Italien und Finnland hält Popken den Einfluss von Atlas AI bewusst niedrig. „Dort wird die Personalisierung kundenseitig nicht so gut angenommen“, berichtet Jason. „In anderen Ländern wie Deutschland und Österreich testen wir deutlich intensiver. Kunden reagieren dort auch auf hohe Personalisierungsgrade positiv. Sobald wir den jeweiligen Sweet-Spot gefunden haben, sind die meisten A/B-Tests mit Atlas AI erfolgreich ausgefallen“, resümiert er.
In Deutschland zum Beispiel lag der Personalisierungsgrad („Atlas-Impact“) bei rund zehn Prozent, während er in Finnland bewusst auf drei Prozent begrenzt wurde. „Sobald wir diesen Sweet Spot gefunden haben, sind die meisten A/B-Tests mit Atlas AI erfolgreich ausgefallen“, erklärt Jason.